Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Emil ist die deutsche und skandinavische Kurzform zum römischen Gentilnamen Aemilius. Lewis und Short führen Aemilius als Lemma der gens Aemilia und verbinden den Stamm mit aemulus, Rivale oder Wetteifernder. Behind the Name stützt sich dafür auf Hanks und Hodges. Die lateinische Vollform Aemilius ist eine Vorform, nicht die exakte moderne Schreibung Emil. Émile im Französischen und Emilio im Italienischen sind parallele Volkssprachen, keine identischen historischen Schreibweisen.
Ein datierter deutschsprachiger Taufakt der Buchstabenfolge Emil vor dem 18. Jahrhundert lag in den bekannten öffentlichen Quellen nicht vor. Die Namensgeschichte von Emil beginnt deshalb mit der lateinischen gens, nicht mit einem einzelnen neuzeitlichen Registerjahr. Emil Zátopek trägt die exakte Form im 20. Jahrhundert. Nominis ordnet den 22. Mai dem französischen Namensvetter Emile zu, dem Märtyrer Émile von Karthago. Das ist eine verwandte Form, kein eigener deutscher Heiliger namens Emil.