Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Ermenegild ist die neuere deutsche Schreibung eines westgotischen Rufnamens. Die Namenglieder gehören zu gotisch airmans (groß, umfassend) und gild (Gabe, Tribut, Entgelt). Förstemann verzeichnet die Bildung im Altdeutschen Namenbuch. Köbler und Kroonen stützen dieselben Stämme. Die zeitgenössische lateinische Überlieferung schreibt den westgotischen Königsohn meist Hermenegildus, daneben Ermenegildus. Das ist eine Vorform, nicht die exakte moderne Form Ermenegild.
Die Chronik des Johannes von Biclaro, gegen Ende des 6. Jahrhunderts abgeschlossen, nennt den Sohn König Leovigilds als Hermenegildus. Belegt ist damit ein Namensträger in lateinischer Flexion, nicht automatisch die heutige deutsche Graphie. Das Dictionary of Medieval Names erfasst für das 9. Jahrhundert die feminine lateinische Form Ermengildis, ebenfalls ohne den deutschen Nominativ Ermenegild. In den bekannten Urkundenregistern fehlte diese exakte Schreibung. Der Heiligenkult am 13. April gilt dem Westgoten unter den Formen Hermenegild und Ermengild.
Keine Rangdaten bekannt.
Keine bekannten Namensträgerinnen und Namensträger.