Weiblicher und männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Jede Zeile zeigt eine Schreibweise mit Geschlecht, Herkunft und Bedeutung.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Fidelis ist zunächst ein lateinisches Adjektiv. Wiktionary und Lewis and Short bestimmen fidēlis als treu, abgeleitet von fidēs. Terenz verwendet die Form im 2. Jahrhundert v. Chr. Als Eigenschaftswort, nicht als Eigennamen. Als Personenname erscheint Fidelis in der Heiligenüberlieferung. Die italienische Namenkunde kennt Fidelis auch als Femininum neben Fidelia. Die romanischen Formen Fidel, Fedele und Fidèle sind jüngere Lautungen. Sie ersetzen die lateinische Namensgestalt nicht.
Ennodius beschreibt im frühen 6. Jahrhundert ein Grab des Märtyrers von Como. Die englische Wikipedia datiert den Tod der Legende nach um das Jahr 304, trennt davon aber die erhaltene Erwähnung des Kultes. Fidelis von Sigmaringen hieß Markus Roy und nahm 1612 den Ordensnamen Fidelis an. Das Ökumenische Heiligenlexikon setzt seinen Gedenktag auf den 24. April. Adjektiv, Märtyrername und neuzeitlicher Ordensname bleiben drei Evidenzschichten.