Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Gerard ist die französische und ins Englische übernommene Form eines westgermanischen Zweinamens. Das Dictionary of Medieval Names from European Sources zerlegt ihn in althochdeutsch und altsächsisch gēr „Speer“ sowie altsächsisch hard und althochdeutsch hart „fest, hart“. Die französische Schreibung Gérard und die ältere altfranzösische Form Gerart stehen neben Girard und Girart. Das anlautende Gir- gilt in den französischen Belegen als landestypisch und darf nicht mit Gerald aus gēr und wald vermengt werden.
Der früheste bekannte lateinische Textbeleg der Form Gerardus steht im Polyptychon von Saint-Germain-des-Prés um 823. Das ist eine karolingische Güterliste, keine Inschrift. Die altfranzösische Schreibung Girart ist dort für 1292 in Pariser Steuerlisten belegt. Die unakzentuierte Form Gerard erscheint in den ausgewerteten französischen Quellen unter anderem 1180 im lateinischen Rotulus Scaccarii Normanniae. Die neufranzösische Akzentform Gérard ist eine spätere Standardisierung. Mehrere Heilige des 10. Bis 13. Jahrhunderts trugen latinisiert Gerardus, darunter Gérard de Toul und Gérard de Csanád.