Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Gilbert geht auf eine germanische Zweigliedrigkeit zurück. Etymonline setzt altfranzösisch Gilebert aus Gisilbert an, wörtlich helles Pfand, aus althochdeutsch gisil (Pfand, auch als keltisches Lehnwort erklärt) und beorht (hell). Daneben steht die ältere französische Form Guillebert aus Williberht, heller Wille. Beide germanischen Bildungen dürfen nicht zu einer einzigen Urform verschmolzen werden. Die Kurzform Gib ist seit dem späten Mittelalter für Gilbert bezeugt und erklärt später Gibson.
Der früheste bislang sicher identifizierte Namensträger der lateinisch-englischen Form ist Gilbert von Sempringham. Er wurde um 1083 in Lincolnshire geboren, gründete den Gilbertinerorden und starb am 4. Februar 1189. Die Kanonisation erfolgte 1202. Das ist ein belegter mittelalterlicher Träger, keine vorchristliche Inschrift. Die französische Form bleibt bei späteren Trägern wie Gilbert Bécaud sichtbar. Der katholische Gedenktag folgt dem Todestag.