Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Gudula ist die latinisierte Form eines germanischen Frauennamens aus dem Brabant des 7. Jahrhunderts. Die Catholic Encyclopedia verzeichnet sie als Guodila, Tochter von Witger und Amalberga. Die Vita gehört zur merowingischen Hagiografie. Van der Essen hat die Überlieferung 1907 kritisch besprochen. Eine zeitgenössische Inschrift der Namensform Gudula liegt bislang nicht vor.
Der früheste bislang greifbare Nachweis ist die Heiligenvita, nicht eine erhaltene Handschrift des 7. Jahrhunderts selbst. Die Reliquienüberlieferung setzt im 10. Jahrhundert in Brüssel ein. Herzog Karl von Lothringen ließ den Leib zwischen 977 und 988 in die Kapelle Saint-Géry übertragen. Der Gedenktag in Brüssel ist der 8. Januar, in Gent der 19. Januar. Die Bedeutung Kämpferin ist eine spätere Namensdeutung und in der hagiografischen Quelle nicht selbst belegt. Gudula bleibt vor allem als Brüsseler Stadtheilige namentlich fassbar.
Keine Rangdaten bekannt.