Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Gyda ist die diakritiklose moderne Schreibweise des altnordischen Frauennamens Gyða. Die Untersuchung „Wikinger im East Midlands“ beschreibt Gyða als Kurzform von Gyríðr und weist auf Belege in norwegischen, dänischen und schwedischen Quellen hin. Zwei dänische Runeninschriften führen die Form in der Wikingerzeit, während spätere mittelalterliche Urkunden sie auch in England kennen. Die Bedeutung „die Göttin“ darf davon nicht automatisch abgeleitet werden. Altnordisch gyðja bezeichnet eine Göttin oder Priesterin, ist aber ein anderes Wort. Die Namensform Gyða und das religiöse Substantiv gyðja müssen sprachlich getrennt bleiben.
Eine Runenüberlieferung liefert für Gyða den frühesten belastbaren Dokumenttyp, auch wenn die einzelnen Inschriften nicht alle genau datiert sind. Die Form wurde außerdem in Sagas mit Frauenfiguren verbunden. Gyða Eiríksdóttir, die in der Saga von Harald Schönhaar erscheint, ist jedoch eine halb legendäre Gestalt und keine zeitgenössisch bezeugte Königin. Die Quellen erlauben deshalb eine frühe nordische Namensgeschichte, aber keine sichere Gleichsetzung jeder Sagengestalt mit einer historischen Person.
Kein Namenstag bekannt.