Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Imre ist die ungarische Form der Namensfamilie um Emeric, Emericus und Emmerich. Die wichtigste frühe Verbindung ist der ungarische Fürst Imre, Sohn Stephans I. Seine Lebensbeschreibung entstand erst fast ein Jahrhundert nach seinem Tod, und die überlieferte ungarische Heiligenquelle weist ausdrücklich darauf hin, dass nur wenige sichere Einzelheiten überliefert sind. Imre wurde zusammen mit seinem Vater 1083 in den Kreis der verehrten ungarischen Heiligen aufgenommen. Diese Verehrung stabilisierte die ungarische Form im Kalender und in der Geschichtsschreibung.
Die mittelalterlichen ungarischen Chroniken, deren heute erhaltene Fassungen in der Forschung meist dem 14. Jahrhundert oder später zugerechnet werden, schreiben den Namen überwiegend als Emericus. Die genaue Lautentwicklung zu Imre ist deshalb nicht aus einer einzigen zeitgenössischen Urkunde abzulesen. Als germanischer Vorläufer werden Heinrich oder Emmerich diskutiert, die Herkunft ist in der Namensforschung nicht völlig einheitlich. Der früheste hier sicher greifbare ungarische Namensträger ist der Fürst des 11. Jahrhunderts, während die exakte Kurzform Imre in späteren ungarischen Chroniküberlieferungen sichtbar wird. Imre Kertész belegt die moderne literarische Verwendung.