Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Isidor ist die deutsche Form des griechischen Namens Isídōros, der als „Geschenk der Isis“ gedeutet wird. Die antike Namendatenbank Thetima führt Ἰσίδωρος als männlichen Namen und weist 467 Belege im Lexicon of Greek Personal Names aus. Ein konkreter epigraphischer Nachweis stammt aus Makedonien und ist auf 74 vor Christus datiert. Dieser Befund zeigt, dass die griechische Ausgangsform schon in der hellenistischen Welt als Personenname verwendet wurde.
Der früheste konkrete Beleg betrifft jedoch Isídōros und nicht die deutschsprachige Schreibweise Isidor. Die deutsche Form gehört zur späteren Namensfamilie und darf aus dem antiken Eintrag nicht als exakte Erstnennung abgeleitet werden. Als berühmter Namensträger ist Isidor von Sevilla über Wikidata dokumentiert. Er lebte ungefähr von 560 bis 636, war Bischof und Gelehrter und prägte die mittelalterliche Wissensüberlieferung. Der katholische Namenskalender führt den 4. April als Gedenktag. Sicher belegt sind damit die griechische Ausgangsform, die mittelalterliche Trägerfigur und die kirchliche Namenstagstradition. Eine eigene erste Urkunde für die deutsche Kurzform Isidor bleibt bislang offen.