Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Martino ist die italienische Form des lateinischen Martinus. Die Endung auf o folgt dem italienischen Muster männlicher Vornamen, während die gemeinsame Wurzel auf Mars und damit auf die römische Namenswelt verweist. Im Italienischen wurde die Form besonders durch Heiligenverehrung und mittelalterliche Schriftkultur weitergetragen. Ein sicher identifizierter Namensträger ist der Maler und Illuminator Martino di Bartolomeo, der in Siena wirkte und zwischen 1389 und 1434 belegt ist. Sein Name zeigt die eigenständige italienische Schreibweise in einem spätmittelalterlichen Kunstzusammenhang.
Martino ist damit keine Kurzform von Martin, sondern eine reguläre italienische Namensform. In der Namensüberlieferung stehen Martino, Martinus und Martina nebeneinander, obwohl ihre Sprachformen unterschiedliche Endungen haben. Die Bedeutung „dem Mars geweiht“ beschreibt die lateinische Etymologie. Ein einzelnes älteres Dokument, das als erste Verwendung der italienischen Form gelten könnte, ist bislang nicht ausgewiesen. Die Datierung des genannten Malers ist daher ein gesicherter historischer Anker, keine Behauptung über den allerersten Beleg.
Kein Namenstag bekannt.