Weiblicher und männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Jede Zeile zeigt eine Schreibweise mit Geschlecht, Herkunft und möglicher Bedeutung.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Für die hebräische weibliche Namensform liegt ein belastbarer Textbeleg vor. In 1 Samuel 18,20 steht מִיכַל, wissenschaftlich Mīḵal, als Name einer Tochter Sauls. Sefaria vermittelt diesen hebräischen Bibeltext. Die Stelle belegt genau diese Form in einer religiösen Primärüberlieferung. Sie liefert keine Zeitangabe zur Entstehung des Buches und keine Datierung der ältesten erhaltenen Handschrift. Sie setzt somit eine sichere Textstelle, nicht den zeitlich frühesten Gebrauch des Namens überhaupt.
Die männliche tschechische und slowakische Form Michal gehört als eigenständige regionale Form zu Michael. Die Bedeutung „Wer ist wie Gott?“ lässt sich für diesen Michael-Zweig erläutern, ist aber keine Bedeutungserklärung für die biblische Form מִיכַל. Die gleichlautende lateinische Schreibweise verbindet damit zwei getrennt zu behandelnde Namenslinien. Das bekannte Material enthält keinen historischen Erstbeleg der männlichen Variante. Der belegte hebräische Text reicht dennoch aus, die weibliche Namensform als tatsächlich überliefert zu dokumentieren.