Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Der Name Odin gehört zur nordischen Götterwelt und geht auf altnordisch Óðinn zurück. Das Namensfeld wird mit altnordisch óðr für „Raserei, dichterische Eingebung“ verbunden. Die Deutung „Der Rasende, höchster Gott“ verbindet diese Wortgeschichte mit Odins Rang. Schriftlich greifbar wird die Gestalt sehr früh in Runen. Das dänische Nationalmuseum berichtet von einer Inschrift auf einem Goldbrakteaten aus dem Vindelev-Fund, die im frühen 5. Jahrhundert als „He is Odin’s man“ gelesen wird. Die Lesung ist wegen beschädigter Runen anspruchsvoll; Wōd[a]nas gilt als rekonstruierte proto-nordische Form im Genitiv, nicht als exakte moderne Nominativform.
Der früheste sichere Namensanker ist damit ein epigrafischer Göttername aus der frühen Völkerwanderungszeit. Oxford Academic ordnet die Verbindung von Wodan und Odin in die frühe Runenschrifttradition ein. Die Inschrift belegt eine religiöse Bezugnahme, aber nicht die private Vergabe des Namens an ein Kind. Spätere altnordische Texte haben die Form Óðinn überliefert und prägten die heute geläufige Schreibweise Odin. Der norwegische Namenskalender Almanakken führt Odin am 15. April gemeinsam mit Oda und Odd. Das ist eine lokale säkulare Kalenderzuordnung, kein kirchlicher Gedenktag.