Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
DMNES führt althochdeutsch ōt und altsächsisch ōd für „Besitz, Reichtum“ mit māri für „berühmt“ zusammen. Die Deutung „reicher Berühmter“ beschreibt die Wortbildung, nicht eine Aussage über den sozialen Rang eines Trägers. Ein früher kirchlicher Bezug ist Otmar, der Gründerabt von St. Gallen, der im 8. Jahrhundert in der Schweiz wirkte. Seine Lebensgeschichte und die spätere Verehrung machten die Namensfamilie Othmar, Otmar und Ottmar im deutschen Sprachraum sichtbar.
Für die schriftliche Geschichte ist die Überlieferung gut greifbar. DMNES nennt im französisch-lateinischen Material 952 bis 993 die Form Otmari als Genitiv. Das ist eine ältere Flexionsform und nicht automatisch die exakte heutige Schreibweise. Im frühneuhochdeutschen deutschen Material folgen Othmar 1554 und 1555. Nordic Names ordnet Otmar als Grundform ein und nennt verwandte Formen wie Othmar, Ottmar und Ottomar. Der Name blieb regional, lebt aber in diesen Varianten und in modernen Trägern fort.