Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Die nordische Namensform lautet altnordisch Sága mit langem á. In Strophe 7 des eddischen Gedichts Grímnismál trinkt Sága zusammen mit Óðinn in Sökkvabekkr. Der Text ist in der Handschrift Codex Regius GKS 2365 4to aus dem späten 13. Jahrhundert überliefert. Das Gedicht selbst kann älter sein. Eine zweite mittelalterliche Handschrift, AM 748 I 4to, bewahrt Grímnismál ebenfalls. Die Akzentsetzung ist wichtig, weil Sága nicht einfach mit dem Substantiv saga „Erzählung“ gleichgesetzt werden darf. Die Forschung diskutiert vielmehr eine Verbindung zu sjá „sehen“ und verwirft ältere Gleichsetzungen nicht völlig.
Der schriftliche Beleg betrifft eine mythologische Gestalt, keinen historischen Menschen. Die Figur Saga ist als germanische Gottheit in Wikidata erfasst. Die moderne Schreibweise Saga ohne Akzent ist eine skandinavische Namensform, entfernt aber die im Altnordischen überlieferte Vokallänge. Die Deutung „Die Sehende, Göttin der Geschichte“ verbindet eine strittige Etymologie mit einer späteren Inhaltsdeutung, eine abschließende Etymologie ist bislang deshalb nicht belegt.
Kein Namenstag bekannt.