Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Theobald geht auf die germanischen Bestandteile theod für Volk und bald für kühn oder mutig zurück. Die Namensform gehört damit in dieselbe Wortfamilie wie Theudebald und die französischen Formen Thibaut und Thibault. Im sechsten Jahrhundert trug ein Frankenkönig von Austrasien den Namen. Über die normannische Vermittlung gelangte er nach England, wo sich neben dem kontinentalen Namen ein verwandter altenglischer Name hielt.
Für die genaue Schreibweise Theobald lässt sich kein einziger Ursprungspunkt für alle Sprachräume festlegen. Ein belastbarer mittelalterlicher Beleg ist der normannische Erzbischof Theobald von Canterbury, der 1161 starb. Zeitgenössische und spätere Quellen latinisierten seinen Namen auch als Theobaldus oder Tedbaldus. Diese Formen zeigen die historische Entwicklung, sind aber nicht sämtlich identisch mit der heutigen Schreibweise. Die Bedeutung „Der Volksmutige“ ist deshalb eine sinngemäße Deutung der germanischen Glieder und keine Übersetzung eines vollständigen Satzes.