Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Theodelinde ist eine althochdeutsche Namensform aus der germanischen Namensfamilie um gotisch þiuda „Volk“ und das rekonstruierte germanische Element *linþaz „mild“ oder „sanft“. Die Bedeutungsdeutung „Volksschild“ ist im Namensbestand überliefert, die sprachwissenschaftliche Deutung des zweiten Elements bleibt jedoch nicht einheitlich. Daneben stehen Theudelinde, Theodolinde und die lateinische Form Theodelinda. Die Schreibweisen dürfen deshalb nicht ohne Weiteres als identische historische Belege behandelt werden.
Die Deutsche Biographie führt die langobardische Königin Theudelinde, auch Theodelinda und Theodelinde, für die Wende vom sechsten zum siebten Jahrhundert. Das DMNES verzeichnet außerdem die lateinische Form Theodelindae im Jahr 720 und Theodlinda im Jahr 799. Damit ist die Namensfamilie im frühen Mittelalter mehrfach überliefert. Die Quellen datieren jedoch nicht den ersten Gebrauch der modernen deutschen Schreibweise Theodelinde. Die Verbindung zum Dom von Monza gehört zur Überlieferung der Königin und erklärt die historische Sichtbarkeit des Namens. Eine sichere Aussage betrifft daher die alte Namensfamilie und ihre Varianten, nicht eine lückenlose Entwicklung bis zur heutigen Form.
Keine Rangdaten bekannt.
Kein Namenstag bekannt.