Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Zilia führt in eine ungewöhnliche Spur der mittelalterlichen Namengeschichte. Carla Marcato verzeichnet in ihrem friaulischen onomastischen Repertorium die Form „Zilia“ für Cividale del Friuli im Jahr 1271. Der Eintrag steht im Umfeld von Cecilia und ihren volkssprachlichen Kurzformen. Damit liegt ein konkreter Personenbeleg vor. Das Repertorium ist jedoch eine wissenschaftliche Sammlung und keine Edition der ursprünglichen Urkunde, sodass daraus kein absoluter Erstbeleg folgt.
Die Deutung bleibt offen. Eine mögliche Erklärung verbindet Zilia mit Cilia und dem lateinischen Umfeld von Caecilius, aus dem traditionell „die Blinde“ abgeleitet wird. Marcato weist zugleich auf Zili hin, einen mittelalterlichen friaulischen Namen, der mit Ägidius in Verbindung gebracht wurde. Auch die venezianische Dogaressa Zilia Dandolo zeigt, dass die Form im 16. Jahrhundert eigenständig gebraucht wurde. Zillia ist als historische Schreibvariante belegt. Eine direkte Verbindung zu Cecilia bleibt möglich, aber nicht eindeutig gesichert. Für Zilia wurde in den bekannten Kalendern kein passender Namenstag belegt.
Kein Namenstag bekannt.