Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Casimir ist eine internationale Form des slawischen Namens Kazimierz. Das Dictionary of Medieval Names from European Sources führt den Namen auf proto-slawisch *kaziti und das slawische mir zurück, weist aber ausdrücklich auf eine unsichere Gesamtdeutung hin. In der europäischen Überlieferung erscheinen deshalb verschiedene Schreibungen und lateinische Flexionsformen. Der Name wurde von mehreren polnischen Herrschern getragen und erhielt durch den heiligen Kasimir zusätzliche kirchliche Bedeutung.
Der früheste im DMNES nachgewiesene schriftliche Beleg der Namensfamilie steht in einer polnischen lateinischen Urkunde von 1153 als Casimirum. Diese Form ist eine lateinische Kasusform und nicht die moderne unveränderte Schreibweise Casimir. Spätere Belege führen Kazimirus und verwandte Formen in Polen und Deutschland. Kasimir III. Von Polen, geboren im 14. Jahrhundert, ist ein gut dokumentierter historischer Namensträger. Der Vatikan beschreibt außerdem Kasimir von Polen und Litauen, der 1484 starb und am 4. März verehrt wird. Die Namensgeschichte verbindet damit slawische Ausgangsformen, lateinische Schrifttradition und katholische Heiligenverehrung.