Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Dido ist in den geprüften Quellen zunächst eine literarisch-historiographische Namensform, nicht ein alltäglicher griechischer Rufname. Der sizilische Historiker Timaios von Tauromenion (4. bis 3. Jahrhundert v. Chr.) berichtete von der tyrischen Elissa, Schwester Pygmalions. Sein Originaltext ist verloren. Das Fragment FGrHist 566 F82 ist in dem Traktat De mulieribus erhalten. Timaios nennt die Frau auf Phönizisch Elissa und auf Griechisch Theiosso. Wegen ihrer Irrfahrten hätten die Libyer sie Deido genannt.
Die griechische Form Δειδώ (Deidṓ) und die lateinische Dido sind also sekundäre Bezeichnungen. Die phönizische Ausgangsform Elissa bzw. Elishat bleibt davon getrennt. Vergils Aeneis hat die Figur später mit Aeneas verknüpft. Das Epos entstand im 1. Jahrhundert v. Chr. Seine ältesten Handschriften sind jünger. Der Timaios-Bericht kennt Aeneas nicht. Dido ist daher in der älteren Überlieferung eine historiographische Gründerfigur Karthagos in griechischer Sprache, danach eine literarische Königin der lateinischen Epik. Als neuzeitlicher Vorname greift die Form auf diese Sage zurück.
Der beste Rang bezieht sich auf die verfügbaren Jahre derselben Region und Datenquelle. Die Ranglisten verschiedener Städte oder Länder sind nicht direkt vergleichbar.
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| Datenraum | Jahr | Geschlecht | Rang | Bester Rang (Jahr) |
|---|---|---|---|---|
| Schweiz | 2005 | Weiblich | 3374 | 3374 (2005, Schweiz) |
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