Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Eneas ist im Deutschen vor allem die höfische Namensform des trojanischen Helden, nicht eine unabhängige germanische Bildung. Das Griechische hat Αἰνείας, das Lateinische Aeneas. Der altfranzösische Roman d'Énéas des 12. Jahrhunderts vermittelte den Stoff. Heinrich von Veldeke bearbeitete ihn im späten 12. Jahrhundert als mittelhochdeutschen Eneasroman. Der Held heißt dort Eneas. Das ist literarische Verwendung der romanischen Form, keine Taufurkunde.
Die ältesten Textzeugen des deutschen Werks sind Fragmente um 1200. Die Berliner Bilderhandschrift aus den 1220er Jahren ist die früheste nahezu vollständige Abschrift. Veldeke nennt Vergil, folgt aber der französischen Zwischenstufe. Spanisch kennt später ebenfalls Eneas. Diese romanischen Schreibungen dürfen nicht mit der homerischen Form oder mit dem italienischen Enea in eins gesetzt werden. Als Alltagsvorname bleibt Eneas gegenüber der literarischen Figur nachrangig.
Kein Namenstag bekannt.