Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Fausta ist die feminine Form des lateinischen Adjektivs faustus, das Lewis und Short von faveo ableiten und als günstig oder glückverheißend erklären. Dasselbe Wort erscheint in der sakralen Formel quod bonum faustum felix fortunatumque sit. Als Personenname ist die exakte Form für die Zwillingstochter des Dictators Sulla greifbar. Plutarch berichtet in der Vita Sullas, der Vater habe den Knaben Faustus und das Mädchen Fausta genannt, weil die Römer das Glückverheißende faustum nannten.
Die Realencyclopädie datiert die Geburt der Zwillinge in das frühe 1. Jahrhundert v. Chr. Und warnt davor, Plutarchs Erzählung unter der Dictatur als Geburtsjahr zu lesen. Das Adjektiv fausta bei Plautus bleibt Appellativ und ist kein Vornamenbeleg. Flavia Maxima Fausta, Gemahlin Konstantins, trägt denselben Cognomen Jahrhunderte später. Die Märtyrerin von Kyzikos begründet den katholischen Gedenktag. Die weibliche Namensform ist damit republikanisch als Personenname greifbar, lange bevor sie kaiserzeitlich erneut prominent wird.