Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Ramiro ist die spanische und portugiesische Fortsetzung des westgotischen Namens Ranimirus. Mittelalterliche lateinische Urkunden schreiben Ranemirus, Ranmirus oder Ranimirus; später verkürzte sich die Form zu Ramirus und entwickelte sich in den iberischen Sprachen zu Ramiro. Die Herkunft des ersten Glieds ist umstritten. Die Real Academia Galega nennt gotisch ran, möglicherweise „Keil“ oder eine andere ältere Wurzel; das zweite Element mêreis bedeutet „berühmt“. Die Deutung „der berühmte Ratgeber“ gehört zu einer anderen Rekonstruktion mit ragin, „Rat“, und ist nicht abschließend gesichert.
Eine Urkunde aus dem Jahr 895 nennt den asturisch-galizischen Prinzen Ranemirus. Das ist ein sicherer mittelalterlicher Beleg der lateinischen Vorform, aber nicht automatisch die erste exakte Schreibung Ramiro. Der Name wurde später von Königen von Asturien, León und Aragón getragen. Die katholische Tradition nennt den Märtyrer Ramiro von León, dessen Gedenktag am 13. März im Nominis-Kalender verzeichnet ist. Ramiro I. Von Asturien ist als historischer Namensträger belegt.