Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Selma ist zunächst kein überlieferter keltischer Personenname, sondern ein literarischer Ortsname. James Macpherson verwendete Selma in den Ossian-Dichtungen von 1761 bis 1763. Das schwedische Institut für Sprache und Volkskunde erklärt den keltischen Bezug mit „schöne Aussicht“. Über Deutschland gelangte die Form am Ende des 18. Jahrhunderts in den Gebrauch als Vorname. Der Dichter Frans Michael Franzén nannte seine Muse bereits 1793 Selma, zunächst noch innerhalb eines Gedichts. Die Quelle führt 1799 als frühesten datierten Beleg der Vornamensform. Damit sind literarischer Ursprung und spätere Personenverwendung auseinanderzuhalten.
Die Vornamensform wurde im 19. Jahrhundert in Schweden bekannter. Selma Lagerlöf verstärkte ihre öffentliche Sichtbarkeit, sie ist aber nicht die Namensgeberin. Nordic Names nennt Anselma als mögliche Kurzform und führt Salma als gesonderte Variante. Diese Herleitungen dürfen nicht mit dem keltischen literarischen Ortsnamen verschmolzen werden. Die passende Bedeutungsangabe lautet daher „Die schöne Aussicht“.