Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Adalheidis ist in einer ottonischen Urkunde nicht nur als moderne Namensrekonstruktion, sondern in lateinischer Schrift überliefert. Diplomata Belgica datiert das Diplom Ottos I. Auf den 22. Januar 966. Im Volltext wird die Ehefrau des Kaisers als „Adalheidis“ bezeichnet. Das Namensverzeichnis beschreibt die Texttradition als original, weist aber zugleich auf die überlieferte Handschrift in der Pariser Sammlung hin. Der Befund ist deshalb ein datiertes Urkundenzeugnis mit klarer Form, nicht der Nachweis einer noch älteren Namensstufe.
Die lateinische Endung -is passt zur Schreibsprache des Dokuments. Die deutsche Namensfamilie Adelheid und die italienische Form Adelaide stehen später daneben, dürfen aber nicht rückwirkend an die Stelle des Belegs gesetzt werden. Grotefends Heiligenverzeichnis führt Adalheidis als Kaiserin am 16. Dezember; das Ökumenische Heiligenlexikon verbindet denselben Gedenktag mit Adelheid von Burgund. So lässt sich der Weg von der lateinischen Urkundenform zur regionalen Namens- und Heiligentradition nachvollziehen, ohne eine moderne Schreibweise als Original des zehnten Jahrhunderts auszugeben.
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