Vorname für männlich mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Alboin ist ein langobardischer Herrschername, der in lateinischer Schrift überliefert wurde. Der früheste in den geprüften Quellen gefundene Textbeleg steht in der Origo gentis Langobardorum; In der Königsliste heißt es „undecimus Alboinus, filius Audoin“, also Alboin als elfter König und Sohn Audoins. Persée datiert diesen Überlieferungstext in die zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts. Die Form Alboinus ist die lateinische Nominativform, während Alboin die geläufige historische Kurzschreibung ist. Der Text bewahrt damit die Erinnerung an einen früheren Herrscher, nicht zwingend den Zeitpunkt seiner Namensgebung.
Deutsche Biographie nennt Alboin um 554 und berichtet von seinem Tod 573. Die etymologische Deutung aus germanischen Bestandteilen für „Elf“ und „Freund“ erklärt die traditionelle Namensbedeutung, ist für die konkrete Königsliste aber nicht als Eigenerklärung überliefert. Alboin wurde durch die langobardische Italieneroberung zu einer zentralen Figur der frühmittelalterlichen Geschichtsschreibung. Im geprüften katholischen Namensregister von Nominis findet sich kein passender Namenstag. Textüberlieferung, historische Person und spätere etymologische Deutung müssen daher getrennt bleiben.
Quelle des Erstbelegs
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