Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Kuno ist eine althochdeutsche Kurzform. Die Namensforschung verbindet sie vor allem mit Konrad und mit Zusammensetzungen, die mit Kuni beginnen. Dabei stehen zwei sprachliche Ansätze nebeneinander. Kuni beziehungsweise kunni verweist auf Sippe oder Geschlecht, während die Verbindung mit Konrad zusätzlich kuoni für kühn und rāt für Rat heranzieht. Die geradlinige Übersetzung „der kühne Ratgeber“ ist deshalb eine Deutung aus der Langform und keine wörtliche Erklärung jeder Kuno-Nennung.
Im Mittelalter trugen mehrere Geistliche und Adlige den Namen Kuno. Das Heiligenlexikon führt etwa den Regensburger Bischof Konrad von Raitenbuch auch unter Kuno, der 1132 starb. Eine einzelne frühe Urkunde, die den Beginn der exakten Kurzform datiert, ist in den zugänglichen Darstellungen jedoch nicht ausgewiesen. Später wurde Kuno durch Ritterromane um 1800 erneut beliebt und erhielt einen romantisch mittelalterlichen Klang. Die Geschichte reicht damit sicher ins Mittelalter zurück, lässt den allerersten schriftlichen Einsatz der Kurzform aber offen.