Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Die spanische Form Cristina gehört zur alten christlichen Namensfamilie und ist nicht erst durch moderne spanische Namensmode entstanden. Die Real Academia Galega beschreibt Christinus als Personenname und als lexikalisches Gegenstück zu Christianus. Dieser lateinische Vorläufer ist ein älterer Beleg als die moderne spanische Schreibweise Cristina. Ein griechisch-lateinischer Märtyrerinnenbericht über Christina ist bereits vor dem späten 7. Jahrhundert in mehreren Fassungen überliefert. Die älteste griechische Fassung ist dabei nicht mit jeder späteren lateinischen Ortsangabe gleichzusetzen.
Für die Namensgeschichte wichtig ist die Trennung von Text und Kult. Die lateinische Passio nennt Christina, während spätere Überlieferungen den Schauplatz zwischen Tyros und Bolsena unterschiedlich einordnen. Die Form Cristina ist die spanische und italienische Weiterentwicklung derselben christlichen Namensfamilie, mit der Aussprache und Schreibweise der jeweiligen Sprache. Die spanische Politikerin Cristina Fernández de Kirchner ist ein belegter moderner Trägerinnenname. Ein Namenstag am 24. Juli bezieht sich auf Christina von Bolsena und nicht auf eine allgemeine Übersetzung des Namens.