Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Desiderio ist die italienische und spanische Form des spätlateinischen Desiderius. Lewis and Short belegen dēsīderium als Verlangen oder Sehnsucht. Die italienische Namenkunde beschreibt Desiderio als mittelalterliche Anpassung des kaiserzeitlichen Beinamens und späteren Taufnamens Desiderius. Französisch Didier und ungarisch Dezső sind Schwesterformen, nicht dieselbe Schreibung.
Der früheste bekannte Träger der exakten romanischen Form ist der Florentiner Bildhauer Desiderio da Settignano. Britannica setzt seine Geburt um 1430 in Settignano an und den Tod auf Januar 1464. Wikidata führt den Vornamen Desiderio. Das ist ein dokumentierter Künstlername der Renaissance, kein römischer Inschriftenbeleg der Form Desiderio. Die lateinische Vorform Desiderius ist älter und begegnet bei Bischöfen des 6. Und 7. Jahrhunderts sowie beim Langobardenkönig des 8. Jahrhunderts. Desiderio Alberto Arnaz, bekannt als Desi Arnaz, belegt die spanische Weitergabe der Form in der Neuzeit. Ein epigrafischer Erstbeleg genau der Endung -io wurde in den konsultierten CIL-Registern nicht gefunden.
Keine Rangdaten bekannt.