Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Gerfried ist die neuhochdeutsche Schreibung des althochdeutschen Namens Gerfrid. Das Dictionary of Medieval Names zerlegt ihn in gēr „Speer“ und fridu beziehungsweise altsächsisch frithu „Friede“. Das Heiligenlexikon übersetzt „der friedvolle Speer“. Die moderne Form Gerfried mit ie ist eine spätere Dehnschreibung, nicht die karolingische Urkundenform.
Der früheste bislang sicher identifizierte Namensträger ist Bischof Gerfrid von Münster, Neffe und Nachfolger Liudgers. Das Heiligenlexikon setzt den Tod auf den 12. September 839. DMNES verzeichnet Girfredus um 823 im Polyptychon des Irmino und Gerfridus in Corveyer Traditionen zwischen 822 und 875. In der Liudgeridenkrypta von Essen-Werden steht eine Tumba mit leoninischen Distichen für Gerfrid. Die Inschrift selbst datiert ins 11. Jahrhundert und nennt den Todestag vor den Iden des September. Das ist ein späterer Gedenkstein, kein Originalepitaph des Sterbejahres.