Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Ildiko ist die ungarische Form Ildikó einer Namensfamilie, die möglicherweise mit Hilda zusammenhängt. Historisch greifbar wird die ältere Schreibweise Ildico in Jordanes’ Getica. Dort heißt es, Attila habe kurz vor seinem Tod im Jahr 453 ein Mädchen namens Ildico geheiratet. Jordanes schrieb im 6. Jahrhundert und beruft sich an dieser Stelle auf den Historiker Priskos. Damit liegt eine frühe literarische Nennung der Namensform Ildico vor.
Sie ist jedoch kein völlig identischer Beleg für die ungarische Schreibweise Ildikó. Der Wechsel von c zu k und der ungarische Akzent gehören zur späteren Sprachgeschichte. Deshalb bleibt offen, wann Ildikó als ungarischer Vorname eigenständig verwendet wurde. Die Verbindung zu Attilas Braut erklärt die historische Bekanntheit, beweist aber keine eindeutige Etymologie. Die Filmregisseurin Ildikó Enyedi steht für den modernen ungarischen Gebrauch. In Ungarn gilt der 10. März als Namenstag. Die älteste literarische Spur ist somit stark, die direkte Entwicklung zur heutigen Form aber prüfbedürftig.