Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Der früheste bekannte literarische Beleg für Mnemosyne steht in Hesiods Theogonie. Das Gedicht wird in der Forschung in das späte 8. Bis frühe 7. Jahrhundert v. Chr. Eingeordnet, ohne dass sich ein einzelnes Entstehungsjahr sichern lässt. In Vers 135 erscheint die Akkusativform Μνημοσύνην (Mnēmosýnēn) in der Aufzählung der Kinder von Gaia und Uranos. Der Nachweis ist damit ein Textbeleg in archaischer griechischer Dichtung. Er ist keine erhaltene Originalhandschrift aus dieser Zeit. Die heute zugänglichen Fassungen beruhen auf späterer Überlieferung und wissenschaftlichen Editionen.
Hesiod führt Mnemosyne als Titanin ein. Später berichtet die Theogonie, dass aus ihr neun Musen hervorgingen. Der Name gehört zugleich zum griechischen Wort μνημοσύνη (mnēmosýnē), das im LSJ als Erinnerung oder Gedächtnis erklärt wird. Die Nennform ist Μνημοσύνη; μνᾱμοσύνα ist eine im Lexikon verzeichnete dorische und aiolische Form. Mnemosyne ist die lateinische und moderne internationale Umschrift. In deutschen Texten bleibt die Schreibweise Mnemosyne als internationale Umschrift erhalten.
Keine Rangdaten bekannt.
Kein Namenstag bekannt.