Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Orsina ist eine italienische und literarisch geprägte weibliche Form aus der lateinischen Bärennamensfamilie. Die Endung -ina wirkt im Italienischen wie eine feminine Ableitung, während der Stamm auf ursa, „Bärin“, zurückverweist. Ein besonders klarer Nachweis steht in Gotthold Ephraim Lessings Trauerspiel Emilia Galotti. Dort trägt die Gräfin Orsina eine zentrale Rolle in der Handlung.
Das Drama wurde 1772 in Braunschweig uraufgeführt und gehört damit zu den frühen überprüfbaren Textbelegen der exakten Form Orsina. Dieser literarische Beleg sagt nichts darüber aus, ob der Name bereits vorher vereinzelt als bürgerlicher Vorname verwendet wurde. Die Figur selbst ist erfunden und darf nicht mit einer historischen Namensträgerin verwechselt werden. Spätere italienische Namenslisten führen Orsina weiterhin als seltene Form, ohne eine ältere Urkunde vorzulegen. Die Bärenbedeutung ist etymologisch nachvollziehbar, die konkrete Erstverwendung bleibt an den literarischen Kontext gebunden. Ein katholischer Namenskalender führt Orsina am 7. April und als Ursula-Form auch am 21. Oktober.
Keine bekannten Namensträgerinnen und Namensträger.