Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Miriam geht auf die hebräische Namensform מִרְיָם zurück, transliteriert Miryām. Im Tanach erscheint Mirjam als Schwester Aarons und als Prophetin. Sefaria dokumentiert die Schreibweise in Exodus 15,20 im hebräischen Text und in der Übersetzung als Miriam. Die Erzählung ist damit ein scripturaler Beleg für das Namensmuster, ohne ein modernes Geburtsregister vorzutäuschen.
Die Bedeutung ist historisch umstritten. Neben „die Widerspenstige“ oder „die Aufbegehrende“ wird „die Geliebte“ genannt. Auch Verbindungen zu ägyptischen oder aramäischen Wörtern werden in der Forschung diskutiert. Eine einzige sichere deutsche Übersetzung gibt es daher nicht. Das Dictionary of Medieval Names beschreibt den Übergang von hebräischen und aramäischen Formen über Griechisch und Latein zu Maria. In der Neuzeit blieb Miriam als eigenständige Schreibweise verbreitet. Eine bekannte Namensträgerin ist die südafrikanische Sängerin Miriam Makeba, deren voller Geburtsname Zenzile Miriam Makeba lautet.