Sommerlich-fruchtige Beeren-Baiser-Törtchen

Ich liiiebe Baiser. Leider muss man ja sehr aufpassen, wenn man schwanger ist und darf Baiser nur dann essen, wenn sicher ist, dass das Eiweiß genügend erhitzt wurde. Ich habe es vor dem Backen extra nochmal nachgeschaut: Eiweiß muss auf mindestens 70°C erhitzt werden, damit alle Salmonellen absterben. Beim Backen habe ich das mit einem einfachen Bratenthermometer überprüft. Wenn du nicht schwanger bist, dann musst du nicht besonders darauf achten, solltest aber zur Sicherheit dennoch sehr frische Eier verwenden, die du erst kurz vorher aufschlägst.

Beeren-Baiser-Törtchen

Beeren-Baiser-Törtchen

Gericht: Törtchen
Länder & Regionen: Aufwändig
Anlass: Feiern
Thema: Sommer

Diese Beeren-Baiser-Törtchen sind zwar etwas aufwändiger, der Aufwand lohnt sich aber wirklich! Knusprig, fruchtig, süß und wirklich hübsch anzusehen sind die Törtchen am Ende und werden bei Gästen sicherlich gut ankommen.

Drucken

Zutaten

Für den Teig

  • 200 g Butter
  • 1 Ei
  • 2 Eigelb
  • 300 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Vanillepulver (oder 1 Päckchen Vanille-Zucker)

Für die Füllung

  • 360 g Beeren gemischt, TK oder frisch
  • 8 EL Orangensaft
  • 40 g Speisestärke
  • 50 g Zucker
  • 2 TL Zitronensaft

Für den Baiser

  • 2 Eiweiß
  • 120 g feinster Zucker

Anleitungen

Für den Teig

  1. Für den Mürbeteig schneide zunächst die Butter in kleine Stücke und verknete diese mit dem Zucker (die Butter sollte nicht zu hart und nicht zu weich sein, ist sie zu hart, gelingt es nicht alles zu verkneten, ist sie zu weich, wird der Teig am Ende sehr matschig, dies gibt sich aber wieder, wenn man ihn eine Zeit lang in den Kühlschrank stellt). Füge nun die Vanille und das Salz hinzu.

  2. Gib nun nach und nach das Ei und die beiden Eigelb (die übrigen Eiweiß für den Baiser aufheben!) zur Mischung, wobei du nach jedem Schritt knetest, bis sich alles gut vermischt hat.

  3. Vermische das Mehl mit dem Backpulver und füge diese Mischung dem Teig zu, rühre alles zusammen, bis der Teig glatt und klumpenfrei ist. Forme den Teig dann zu einer Kugel, wickle diese in Frischhaltefolie und lasse den Teig mind. 2 Stunden im Kühlschrank ruhen.

Die Füllung

  1. Nun geht es an die Beerenfüllung: Fülle dafür alle Beeren, den Zucker und 4 EL Orangensaft in einen Topf und erhitze alles. Verrühre den restlichen Orangensaft mit der Speisestärke und gebe diese Mischung zu den Beeren. Lasse alles einmal unter Rühren aufkochen, nehme den Topf von der Platte und lasse die Masse abkühlen. Die Masse müsste nun die Konsistenz von zähflüssigem Kompott annehmen. Wenn du magst, kannst du auch einen Teil der Beeren zunächst beiseite stellen und erst nachträglich unter das Kompott rühren, so hast du ein paar frischere Stückchen in der Füllung.

  2. Heize den Ofen auf  180° C (Umluft) vor.

  3. Wenn der Mürbeteig fest genug für die Weiterverarbeitung ist, rolle diesen mithilfe von ein bisschen Mehl aus und steche dann Kreise aus. Lege diese Kreise in Tartelette-Förmchen oder auch einfache Muffin-Förmchen und drücke die Ränder an. Fülle dann in jeden dieser Teigbecher etwas von dem Kompott.

  4. Lasse die Törtchen im vorgeheizten Ofen etwa 20 Minuten backen. Nimm die Törtchen heraus und lasse sie abkühlen.

Den Baiser

  1. Für den Baiser gib Eiweiß und Zucker in eine Schüssel, die du über einem Wasserbad erhitzt. Ich habe mit einem Bratenthermometer die Temperatur überprüft, damit das Eiweiß auch „sicher“ ist (auf 70° C erhitzen, dabei jedoch ständig rühren, sonst könnte es stocken). Lasse den Zucker vollständig schmelzen und schlage dann die Masse schnell sehr steif auf, bis sie wieder abgekühlt ist. Fülle nun alles in einen Spritzbeutel und setze auf jedes Törtchen eine Haube.

  2. Zum Schluss stelle den Ofen auf 200-220° C und gib die Törtchen noch einmal auf der obersten Schiene in diesen. Wenn die Baiserhauben leicht gold-braun sind, nimm sie wieder aus dem Ofen heraus und lasse sie abkühlen (Achtung: das braun werden kann sehr schnell gehen, am besten bleibst du in der Küche damit nichts anbrennt!).

Die Törtchen halten sich ganz gut einen Tag, sollten dann aber auch verzehrt werden, da sie durchweichen. Eine Nacht können die Törtchen gut gelagert werden. Ich würde sie kühl aber nicht im Kühlschrank lagern, da dieser zu feucht ist.

Variation der Beeren-Baiser-Törtchen

Anstelle von einer Beerenmischung kann man die Füllung natürlich auch mit anderen Früchten zubereiten. Eine Erdbeer-Rhababer-Mischung ist sicherlich ebenso lecker wie die exotische Variante mit Mango und / oder Ananas. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, allerdings sollte man die Menge der Stärke je nach Wassergehalt der verwendeten Früchte unter Umständen anpassen. Schon beim kochen kann man sehen, ob genug Stärke verwendet wurde. Wenn die Masse einfach vom Löffel fließt, sollte man noch etwas Stärke hinzu geben. Wenn die Masse zu fest wird, kann man sie mit etwas Wasser oder Fruchtsaft wieder etwas flüssiger machen.

Die Baiser-Haube

Die Baiser-Haube besteht aus heiß aufgeschlagenem Eiweiß und wird nicht komplett fest. Sie behält eher die Konsistenz eines Schaumkusses, was gewollt ist. Aus der gleichen Masse kann man im übrigen Zuhause Schaumküsse selber herstellen, dafür den Baiser einfach auf eine Waffel spritzen.

Ähnliche Beiträge

Nele
von
Hi! Ich bin Nele. Erzieherin, Bachelor-Psychologin und seit 11/2016 Mama von einem bezaubernden Jungen. Hier auf meinem Mama-Blog erfährst du, was mich bewegt und beschäftigt.
Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.