Mein Trage-Trauma

Mein Tragetrauma Titel

Als ich schwanger war, stellte ich es mir so schön und einfach vor: Ich und mein Kind unterwegs, das Kind angekuschelt an mich im Tragetuch. Zusammen streifen wir durch Wiesen und Wälder. Er schläft selig oder schaut interessiert in der Gegend herum. Sein wunderbar-weicher Babykopf unter meinem Kinn. So nah. So innig. So harmonisch. Tragen ist Liebe!

Unser Trage-Start

Leider sah mein Baby das ganz anders. Der erste Versuch mit Tragetuch endete damit, dass nicht nur das Baby völlig aufgelöst war, sondern auch die Mama. Ich habe das Binden vorher geübt und in der Theorie erschien es mir auch alles ganz einfach und logisch. Mit strampelndem, schreienden Baby dann leider nicht mehr.

Na gut, dachte ich mir, versuchen wir es mit etwas, das man unkomplizierter Binden kann. Es wurde eine DidyTai, also eine Mai-Tai von Didymos. Wieder übte ich zunächst trocken, ohne Baby. Das Binden war wirklich kinderleicht und ich hoffte, dass der Babyjunge, wenn er denn schnell „eingebunden“ wäre die Liebe fürs Tragen entdeckte.

Der erste Versuch zeigte jedoch, dass das Baby partout nicht wollte. Zu eng. Zu warm. Zu was-weiß-ich-nicht. Aber Tragen ist doch Liebe! Ach Baby, ich will doch so gerne!

Bloß nicht aufgeben!

Und weil ich unbedingt will, gebe ich nicht auf. Wie beim Stillen. Das nächste Mal binde ich so schnell ich kann, werfe uns schnell eine Jacke über und stapfe los. Dabei hüpfe ich fast durch die Gegend und mache laute Zisch-Laute beim ausatmen. Einatmen, „Schhhhhhhhhh“, einatmen, „Schhhhhhh“. Ich höre mich an wie eine Dampflock und sehe wahrscheinlich aus wie Rumpelstilzchen. Nur mit dem Buckel auf der Brust.

Es vergehen Minuten, die mir wie Stunden erscheinen. Und dann: Stille. Vorsichtig luschere ich nach unten. Das Baby schläft. Der Mund geöffnet, die Sabber läuft mir ins Dekolleté. Es schläft! Ich bin glücklich. Verliebt. Beschwingt. Tragen ist Liebe!

Einige Wochen geht es so. Schreiendes Baby beim Binden. Einschlafen und „Schhhhh“ und durch-die-Gegend-Hüpfen. Die Spaziergänge sind toll. So wie ich es mir vorgestellt habe und schöner. Ich bin mobil und komme überall lang. Muss nicht schauen, dass die Wege befahrbar sind. Kann auch über Baumstämme „hüpfen“.

Wir stapfen gemeinsam durch den Schnee. Wärmen uns gegenseitig. Das Baby schläft und ich entspanne.

Das Ende des Tragens

Doch das Baby wird größer. Wächst. Ist länger wach. Will weniger Schlafen. Ich muss immer länger „Schhhhhh“ machen und durch die Gegend hüpfen. Die Stille im Wald wird jetzt oft durch das Schreien eines Babys gestört. Ich gehe nicht mehr gerne spazieren.

Tag X

Das Baby schreit im Tuch wie wahnsinnig. Ich kann mir vorstellen, dass es sich wie in einem Gefängnis fühlt. Denn so fühle ich mich. Im Winter mit Baby im Tuch. Ich kann es nicht einfach heraus nehmen und im Arm wiegen. Es ist bitterkalt und wir teilen uns eine Jacke. Das Baby schreit mich an und ich bin verzweifelt.

Zuhause angekommen werden Mama und Baby befreit, das Tuch in die Ecke geschmissen. Das Baby beruhigt sich.

Danach

Nach diesem Tag versuchen wir es noch ab und zu mal. Aber die Angst geht jetzt mit. Sie klebt mir an den Fersen und sobald das Baby unruhig wird, drehe ich um. Tragen ist Liebe. Doch das Baby sieht das anders.

Immer mal wieder holen wir den Kinderwangen aus der Garage. Das Baby liegt im Wagen, schaut sich interessiert um und schläft beim Fahren ein. Es gibt kaum Geschrei und wenn doch, dann kann ich das Baby auf den Arm nehmen. Es wiegen und halten. Dabei beruhigt es sich immer. Immer öfter lassen wir das Tuch Zuhause und nehmen dafür den Kinderwangen.

Nun müssen wir auf den Wegen bleiben. Ich bin meinem Baby nicht mehr so nah, wie ich gerne wäre. Fühle nicht mehr, wie sein Köpfchen vor Müdigkeit gegeben mein Dekolleté sackt. Vielleicht habe ich es falsch gemacht. Das falsche Tuch. Falsch gebunden. Tragen ist doch Liebe.

Vielleicht ist aber auch einfach jedes Baby anders. Und meins fühlte sich in der Enge erdrückt.

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Nele
von
Hi! Ich bin Nele. Erzieherin, Bachelor-Psychologin und seit 11/2016 Mama von einem bezaubernden Jungen. Hier auf meinem Mama-Blog erfährst du, was mich bewegt und beschäftigt.
Stillen in der Öffentlichkeit - Muss man darüber diskutieren? Und ich dachte, ich will ein Mädchen

Kommentare

    • Laura
    • 30. April 2017
    Antworten

    Ohja! Meine püppi konnte tragen von Anfang an nicht leiden, nur gezicke und Geschrei und an Harmonie nicht zu denken. Sie ist auch nicht so der kuscheltyp. Sie braucht ihren Freiraum und dann ist alles gut. Auch wenn Mama und Papa eig lieber knuddeln und knutschen wollen…^^‘

      • Nele Hillebrandt
      • 30. April 2017
      Antworten

      Oh ja, kuscheln ist bei uns auch so ein Thema.. Manchmal völlig ok aber oft will er sich lieber bewegen 😀 da wird man dann schon mal weggedrückt oder gar gekniffen 😀

      • Laura
      • 30. April 2017
      Antworten

      Ja genau! Oder wenn man denn kurz mal darf, zieht püppi im nächsten Moment an den Haaren 😀

    • Ulrike
    • 30. April 2017
    Antworten

    Kennen wir auch! 🙂

    • Vivian
    • 4. Mai 2017
    Antworten

    Ja, wir Eltern müssen das akzeptieren. Aber leider ist es schwer, wenn jeden Tag verglichen wird….

    • Kerstin
    • 17. Mai 2017
    Antworten

    Liebe Nele,

    falls du gerne weiter tragen möchtest, kann ich dir die Trage emeibaby empfehlen. Ich trage ab und zu meine nun 20 Monate alte Tochter Emilia noch darin, allerdings auf dem Rücken. Aber ich liebe es und die Kleine auch!

    Lg Kerstin 😉

    1. Nele Hillebrandt
      • Nele Hillebrandt
      • 17. Mai 2017
      Antworten

      Hey Kerstin,
      ja, wir haben auch schon an so eine Trage gedacht! Das werden wir wohl demnächst mal ausprobieren, danke für deinen Tipp 🙂
      Liebe Grüße
      Nele

    • Jessica
    • 14. Juni 2017
    Antworten

    Hallo liebe Nele,

    als Mama eines „Nicht-Traglings“ habe ich nach einem Jahr Kampf aufgegeben und meinem Kind das gegeben, was es braucht: wenig Körperkontakt. Meine Tochter ist jetzt bald drei, aufgeweckt, lieb, lustig… einfach wunderbar. Und trotzdem kuschelt sie bis heute nicht gerne. Das hatte ich bereits in den ersten zwei Wochen, in denen sie auf der Welt war, gemerkt und es hat sich immer wieder bestätigt. Mach dir keinen Kopf. Es gibt viele Kuschel-Kinder, aber eben auch die, die Nähe nicht so brauchen oder die mit Körperkontakt weniger glücklicch sind.

    Es wurde dann recht schnell der Kinderwagen und dann der Sportsitz und schließlich wurden die eigenen Beine entdeckt und seitdem läuft sie am liebsten. Ohne Wagen. Ohne Extras. Einfach wild und lebendig 🙂

    LG Jessica

    1. Nele
      • Nele
      • 14. Juni 2017
      Antworten

      Liebe Jessica,
      ja, man muss die Kinder einfach nehmen wie sie sind <3 Am Anfang dachte ich nur immer, dass es irgendwie "meine Schuld" sei... Das wird einem als Mama ja leider nicht so selten vermittelt.
      Mittlerweile habe ich auch die Vorteile für mich entdeckt - mit bald 8 Kilo ist das Baby ja auch nicht mehr so leicht wie es mal war 😀
      Die Beschreibung deiner Tochter hört sich toll und ganz genau richtig an!
      Vielen Dank für deine lieben Worte
      Nele

    • Lisa
    • 16. Juni 2017
    Antworten

    Hallo Nele,
    bin gerade zufällig auf Deinen Blog gestoßen. Die ersten Trageversuche mit meinem ersten Sohn (inzwischen 2,5 Jahre alt) endeten ähnlich wie bei Dir. Ich bekam damals von meiner Hebamme den Tipp, einen Termin für ihn beim Osteopathen zu vereinbaren. Er hatte tatsächlich von der Geburt ein paar Blockaden, die für ihn das Tragen mehr als unbequem machten und ihn den Kinderwagen (in seiner Schonhaltung) bevorzugen ließen. Sobald die Blockaden gelöst waren, klappte auch das Tragen viiieeel besser.
    Ich habe außerdem noch eine Trageberatung gemacht. Jede Menge nützliche Kniffe und Tricks, so dass ich ihn später, als er dann größer und schwerer war und beim Einbinden viel mehr gezappelt hat, trotzdem noch gern und oft getragen habe.
    Vor 4 Monaten bin ich zum zweiten Mal Mama geworden. Der Kleine hat die ersten Wochen in der emeibaby Trage gewohnt und sich eigentlich nie ablegen lassen. Das andere Extrem… Wir haben für ihn trotzdem keinen Kinderwagen und es bisher auch noch nicht bereut. So an mich gebunden bzw. gegurtet entdeckt er die Welt und ich habe bei Bedarf beide Hände frei für den Großen 🙂

    1. Nele
      • Nele
      • 16. Juni 2017
      Antworten

      Hallo Lisa,
      wir waren tatsächlich auch beim Osteopathen, allerdings wegen der Stillprobleme. Aber wenn da eine Blockade gewesen wäre, hätte er es ja sicher bemerkt (auch wenn es quasi ein anderer Bereich ist, soweit ich mich erinnere hat er ihn komplett „durchgecheckt“). Aber das ist auf jeden Fall immer einen Versuch wert und kann viel bringen!
      Eine Trageberatung zu machen habe ich auch schon überlegt und schon im Netz gesucht, leider habe ich hier in der Umgebung nichts gefunden. Naja und momentan hat es sich alles so ziemlich eingespielt und im Kiwa klappt es jetzt ganz gut (von daher ist der „Leidensdruck“ momentan nicht hoch genug um für die Trageberatung etwas weiter zu fahren). Aber wer weiß, wenn wir noch ein Baby bekommen, ist bestimmt auch alles ganz anders, dafür werde ich das auf jeden Fall nochmal im Hinterkopf behalten 🙂
      Liebe Grüße und einen schönen Abend 😉

    • Anna
    • 1. August 2017
    Antworten

    Meine Tochter (jetzt 3J) mochte das Tragetuch überhaupt nicht. Ich bin sehr schnell auf eine Trage umgestiegen (ergobaby am Anfang mit Neugeboreneneinsatz) und habe sie sehr lange und oft getragen.
    Bei meinem Sohn (jetzt 14M) hab ich es gar nicht erst mit dem Tuch versucht, sondern gleich die Trage genommen. Er war der absolute „Tragling“. Im Kinderwagen hat er nur geschrien und in der Trage war er sofort ruhig und hat geschlafen oder geschaut. Ich hätte ihn gerne auch öfter mal in den Kinderwagen legen wollen um die Zeit die er schläft besser mit seiner Schwester nutzen zu können.
    Erst als er nicht mehr flach liegen musste und ich das Rückenteil etwas schräg stellen konnte, war er auch mal im Kinderwagen zufrieden.
    So unterschiedlich sind die Kinder… ☺️
    LG

    1. Nele
      • Nele
      • 2. August 2017
      Antworten

      Hallo Anna,
      wir haben auch mittlerweile ein Trage und darin funktioniert es ganz gut 🙂 Dazu wollte ich auch demnächst nochmal schreiben.
      Oh ja, Kinder sind da ganz verschieden, das habe ich schon sehr oft von Eltern mit mehr als einem Kind gehört. Und es zeigt mal wieder, dass man einfach immer schauen muss, womit das jeweilige Kind gut zurecht kommt. Pauschale Tipps und Ratschläge treffen somit oft nur auf einen Bruchteil der Kinder zu. Wir sind gespannt, wie sich das bei uns entwickelt und ob wir irgendwann noch einmal ein Baby bekommen und wie das dann alles wird 🙂
      Liebe Grüße
      Nele

    • Sydney
    • 3. September 2017
    Antworten

    Unser Tragetrauma bestand darin, dass unsere Maus sich verschluckt hatte und durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit in der Trage keine Luft mehr bekommen hatte. Sie wäre fast erstickt und das unterwegs im Zug. Kind raus und auf den Bauch leicht den Kopf runter und ajf den Rücken klopfen hätte da fast zu lange gedauert aber es ist nochmal alles gut gegangen. Seitdem habe ich immer Angst, wenn ich die Trage nutze und ich verwende sie kaum noch.

    1. Nele
      • Nele
      • 3. September 2017
      Antworten

      Waaas?! Das ist ja WIRKLICH ein Trauma! Gut, dass alles nochmal gut ausgegangen ist. Und dass du die Trage da nicht mehr gerne verwendest, kann ich absolut nachvollziehen. So etwas will man ja nie, nie, nie erleben.

    • KK
    • 18. November 2017
    Antworten

    Mein Großer mochte keine Naehe ( und stillt mal ohne festhalten ;-)), aber er liebte es getragen zu werden. Tagelang. Bis mein Ruecken streikte. Weil das Reize ausblendete und ihn einschlafen ließ. Die Kleine ist bis heute (5J.) eine Kuschelmaus, aber hasste das Tragetuch, Kiwa oder Arm. Ich wusste also, wie es geht, trotzdem ging es nicht…Lehre: sie sind verschieden. Man kann noch so perfekt planen. Die Kurzen haben da auch noch eine Meinung zu 😉 Und das bleibt so! Immer einen Plan B haben.

    1. Nele
      • Nele
      • 20. November 2017
      Antworten

      Oh ja, ich habe im ersten Jahr vor allem eins gelernt: so wie Mama (Papa, wer auch immer) das „geplant“ hat oder sich vorstellt, so läuft das eher nie 😀 Aber es ist trotzdem perfekt und wundervoll <3

    • Stephanie
    • 2. Dezember 2017
    Antworten

    Mein kind ist das gegenteil. Will immer nur im tuch oder im arm sein. Wenn ich ihn in den kinderwagen lege fängt er an zu schreien..

    1. Nele
      • Nele
      • 4. Dezember 2017
      Antworten

      Hallo Stephanie,
      oh ja, auch so kann es sein… Was sicherlich auch nicht einfach ist.
      Liebe Grüße
      Nele

    • Sarah
    • 27. Dezember 2017
    Antworten

    Danke Nele für deine Einblicke. Ich fühle mich so verstanden 🙂 Diese Erfahrungen zum Tragen hört man viel zu selten. Am Anfang kann man sich gar nicht vorstellen, dass es auch nicht klappen kann und Kinder rundum zufrieden im Kiwa sind. Nach Ostheopat & co. unser Fazit: Nur bei Papa klappt es und auch nicht jedes Mal.
    Entspannt bleiben, Ideale verabschieden, Sein Baby und Seine Bedürfnisse akzeptieren und Alternativen nicht schlecht denken!

    1. Nele
      • Nele
      • 29. Dezember 2017
      Antworten

      Hallo Sarah,
      oh ja, mich hat das damals auch wirklich „kalt erwischt“, weil ich davon ausgegangen bin, dass alle Kinder es lieben getragen zu werden. Naja, wie du sagst: entspannt bleiben und die Bedürfnisse aller akzeptieren und dann klappt es 🙂
      Ich wünsche dir und deiner Familie einen guten Rutsch ins neue Jahr!
      Liebe Grüße
      Nele

    • Jana
    • 31. Dezember 2017
    Antworten

    Und ich dachte bisher immer, nur meine Tochter war so ein Tragetuchverweigerer. Und das ist 26 Jahre her. Seitdem gucke ich sehnsuchtsvoll auf alle, die ein Baby selig schlafend vor dem Bauch tragen… Kuscheln war auch nie ihr Ding. Jetzt werde ich Oma, und mal schauen, ob sich mein Enkelchen gerne tragen lässt…. Auch von der lieben Oma!

    1. Nele
      • Nele
      • 31. Dezember 2017
      Antworten

      Ja, ich wurde davon auch ziemlich kalt überrascht… Hier bei uns lässt er sich mittlerweile kurze Wege tragen und das auch von der Oma 🙂 Die hat auch viel mehr Geduld und setzt zwischendurch öfter mal ab und lässt ihn die Welt entdecken, da klappt es dann nochmal besser 🙂 Eine schöne Zeit mit dem Enkelchen und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
      Nele

    • Jana
    • 5. Januar 2018
    Antworten

    Hallo Nele,
    habe gerade erst gesehen, das du mir geantwortet hast.
    Auch für dich und deine Familie ein gutes neues Jahr.
    Ja, bin schon ganz aufgeregt, dauert aber noch bis März bis zur Oma-Werdung
    Schön, dass du deine Mutter oder Schwiegermutter euren Kleinen tragen lässt
    Ja, ich denke auch, Großeltern haben oft mehr Geduld…. Das hab ich ja bei meinen eigenen Eltern gesehen. Weil man sich dann einfach nur auf das Kind einlassen braucht, der Alltag ist dann egal. Das ist der Bonus des Omaseins

    1. Nele
      • Nele
      • 7. Januar 2018
      Antworten

      Oh ja, Omasein hat auf jeden Fall seine Vorteile! Und ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Mama und so sehr unterstützt <3

    • Jana
    • 5. Januar 2018
    Antworten

    Komisch, ich hatte auch emojis gesetzt, sind aber nicht sichtbar jetzt im verschickten Text. Schade, sie machen den Text einfach viel netter

    1. Nele
      • Nele
      • 7. Januar 2018
      Antworten

      Oh, das wusste ich gar nicht.. Wenn ich sie setze, bleiben sie merkwürdigerweise drin. Da muss ich nochmal gucken 😀

    • Jana
    • 5. Januar 2018
    Antworten

    Ich bin im űbrigen auch Erzieherin 🙂

    1. Nele
      • Nele
      • 7. Januar 2018
      Antworten

      😀 Seit der Ausbildung „sehe“ ich überall Erzieherinnen. Aber das ist wahrscheinlich eher selektive Wahrnehmung: Es fällt einem mehr auf und bleibt eher im Gedächtnis. Und es ist einfach ein toller Job <3

    • Mara
    • 20. Januar 2018
    Antworten

    Hallo!
    Mein Großer war ein absoluter Trägling ab der 4. Woche. Mir wurde oft vorgehalten, dass er nun so anhänglich und Mamabezogen sei und so schlecht Auto fahre, weil ich ihn so viel getragen hätte. Aber Kinderwagen funktionierte noch nie. An manchen Tagen habe ich mich wirklich gefragt, ob die Anderen recht haben und ich ihn ‚verzogen‘ habe.
    Bis meine Tochter kam. Ich dachte wieder (mittlerweile froh über das Tuch, hatte ja gut geklappt an sich), mache ich es wieder genauso. Denn mein Bauchgefühl befand es immer als richtig. Aber ab der 4. Woche diesmal wurde der Widerstand der Tochter immer größer. Plotzlich schrie und zappelte sie in dem Tuch, wenn sie nicht gerade todmüde war. Den Großen konnte ich auch wach reinpacken, der mochte immer gerne schauen. Hat eher geweint, wenn ich ihn rausnahm.
    Ich war sehr verwirrt und habe letztlich mal Kinderwagen fahren ausprobiert. Siehe da: sie schaute vergnügt und schlief ein. Das wäre undenkbar gewesen bei meinem Sohn!!!
    Was ich sagen will: Kinder sind so unterschiedlich. Und nun weiß ich sicher und bin froh, bei meinem Sohn, auf mein Bauchgefühl gehört zu haben 🙂

    1. Nele
      • Nele
      • 20. Januar 2018
      Antworten

      Oh ja, du hast so Recht! Und ich bin mittlerweile ziemlich davon überzeugt, dass wir nicht unsere Kinder verziehen, sondern unsere Kinder uns erziehen 😉 Dass sie uns einfach zeigen, was sie wollen und brauchen. Und wir oft eher auf ihr Verhalten reagieren und uns anpassen. Kommentare, dass ich unseren Sohn verziehen würde, blende ich mittlerweile auch einfach aus. Es ist oft gut gemeint aber hilft mir leider nur selten weiter. Von daher: sich nicht beirren lassen 🙂
      Liebe Grüße
      Nele

    • Mia
    • 14. März 2018
    Antworten

    Hallo.
    Das könnte glatt von mir stammen… In der Schwangerschaft hatte ich mir ein tolles Tragetuch besorgt und auch schon eifrig binden geübt.
    Ich hab es mir toll vorgestellt. Draußen überall lang,auch mal was im Haushalt machen können mit Baby bei mir…
    Tja,dann kam meine Mausi und wurde regelrecht zur Sirene sobald ich sie im Tuch hatte. Nur brachte bei ihr auch kein „Shhh“ was. Ich dachte erst ich binde falsch. Alle anderen Mamas im Bekanntenkreis schwärmten doch so vom Tragen!
    Meine Hebamme schaute mir beim Binden auf die Finger,alles gut… Wir sind dann zur Trageberatung. Gefühlt 2000 Tragetücher und Tragen später musste ich dann einsehen – Sie ist kein Kuschelbaby
    Heute ist sie 1 Jahr alt und immernoch sehr unkuschlig. Hab mir nochmal eine Trage für den Rücken ausgeliehen aber die kleine Frau bleibt dem Kinderwagen treu

    LG
    Mia

    • Joachim
    • 6. April 2018
    Antworten

    Mal an eine Trageberatung gedacht? Ja, sowas gibt es wirklich! War für uns ein wirkliches Geschenk…
    Meine Frau hat zum Beispiel lieber Tuch getragen. (Es gibt wirklich große Unterschiede bei Tüchern…) Ich lieber den Bondolino getragen und beide Kinder haben es geliebt.

    Egal wie man sich entscheidet, ein/e Trageberater/in nimmt einem die ANgst was verkehrt zu machen, zeigt einem worauf man beim binden achten muss und passt auch die Tragesysteme entsprechend den körperlichen Gegebenheiten an. So das es weder für den Träger noch für den getragenen kneift und zwickt. Einer der Grundfehler die gemacht werden sind Knie müssen über Po und die Tücher sind zu Locker, oder sogar elastisch…

    Tragen ist für Eltern und Kind eine tolle Möglichkeit um eine Bindung zu entwickeln, Urvertrauen aufzubauen und auf sich und die Bedürfnisse der Kinder einzugehen.

    1. Nele
      • Nele
      • 9. April 2018
      Antworten

      Hallo Joachim,
      ja, ich hatte damals kurz daran gedacht, war zu dem Zeitpunk aber einfach mit der Gesamtsituation etwas überfordert und habe es deshalb irgendwie verschwitzt. Mittlerweile hat sich das „Problem“ gegeben: Unser Sohn ist ja nun schon 15 Monate alt und lässt sich seit einiger Zeit gut in Full-Buckle-Tragen tragen 🙂
      Falls ich noch einmal in solch eine Situation kommen sollte, würde ich aber definitiv eine Beratung machen!
      Liebe Grüße
      Nele

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