Vorwehen, Senkwehen, Übungswehen, Geburtswehen. Und wann muss ich jetzt ins Krankenhaus?

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Wenn die letzten Tage einer Schwangerschaft anbrechen, dann wird ein Thema natürlich immer präsenter: die Geburt und damit auch die Wehen. Ich habe mittlerweile regelmäßig irgendwie Schmerzen im Unterleib und oft muss dann Dr. Google dabei helfen zu entscheiden, was das denn nun bedeutet und ob es sich schon lohnt deswegen in die Klinik zu fahren.

Ich will mein Kind nicht auf einem Rastplatz bekommen!
Eine der wohl größten Sorgen vieler Schwangeren ist sicher, dass man den Weg zur Klinik nicht mehr schafft und das Baby auf dem Weg geboren wird. Wir haben hier einen Anfahrtsweg von 30 bis 50 Minuten (je nach Verkehrslage) und natürlich ist auch mir dieses Szenario schon durch den Kopf gespukt. Klar, das ist das erste Kind und wenn ich den Horror-Geschichten glauben darf, dann werde ich eh 40 Stunden in den Wehen liegen, bevor ich mein Kind im Arm halten darf. ABER da gibt es ja dann doch hier und dort mal eine, die erzählt, dass es bei ihr viel schneller ging. Also so ganz 100%-ig kann man sich wohl nicht drauf verlassen.

Wie kann man also dafür sorgen, dass oben genanntes Szenario nicht eintrifft? Genau, man macht sich rechtzeitig auf den Weg zum Krankenhaus. Und rechtzeitig heißt in vielen Beschreibungen dann, wenn die Wehen etwa eine Minute dauern und in Intervallen von fünf Minuten kommen. Außerdem habe ich gelesen, dass eine Hebamme den Tipp gab vor der Autofahrt nicht mehr auf Toilette zu gehen, eine volle Blase sei wohl wehenhemmend. Ob ich diesen Tipp allerdings befolgen würde, weiß ich nicht, ich glaube das würde eher dazu führen, dass ich nicht nur Angst hätte, dass das Baby im Auto kommt, sondern auch, dass ich mich zusätzlich darüber sorgen müsste, ob ich solange anhalten kann. Vielleicht also keine so gute Idee.

Warum ich nicht zu früh fahren will
Man könnte sich nun natürlich fragen, was mein Problem ist. Ich kann schließlich auch einfach etwas zu früh ins Krankenhaus fahren und selbst wenn es „falscher Alarm“ ist, im schlimmsten Fall werden wir halt wieder nach Hause geschickt. Um ehrlich zu sein, ist das einfach so ein Bauchgefühl. Ich möchte lieber möglichst lange hier bei mir Zuhause sein. Da, wo ich mich wohl fühle. Ich mag Krankenhäuser nicht und wenn wir nicht so weit auf dem Dorf wohnen würden und die Situation der Hebammen so schwierig wäre, könnte ich mir glatt eine Hausgeburt vorstellen.

Wir haben uns aber für die Geburt in der Klinik entschieden und ich glaube auch, dass das für das erste Kind eine gute Wahl ist. Trotzdem glaube ich daran, dass mein Körper das irgendwie kann und möchte (zumindest solange nicht unbedingt notwendig) einfach den Dingen ihren Lauf lassen. Und ich glaube, dass das (bis zu einem gewissen Punkt) Zuhause besser funktioniert. Schwierig ist halt nur diesen „gewissen Punkt“ festzumachen.

Mach dich nicht verrückt! Wenn's los geht, dann weißt du es!
Ich glaube, was mir am meisten geholfen hat, war die Aussage: „Solange du dich noch fragst, ob das jetzt echte Wehen sind oder nicht, sind es keine Geburtswehen. Wenn die Geburt losgeht, dann denkst du nicht mehr.“. Hört sich irgendwie merkwürdig an. Aber klingt für mich plausibel.

Letztendlich wirst du wohl in den nächsten Wochen erfahren, ob ich es rechtzeitig ins Krankenhaus geschafft habe und woran ich gemerkt habe, dass es nun echte „Geburtswehen“ sind. Und für den Notfall habe ich gelesen, dass man die Nabelschnur mit Schnürsenkeln abbinden kann. Yeah. Ich fühle mich echt gut vorbereitet…

Wann hast du dich auf den Weg ins Krankenhaus gemacht?

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Nele

Hi! Ich bin Nele. Erzieherin, Bachelor-Psychologin und seit 11/2016 Mama von einem bezaubernden Babyjungen. Hier auf meinem Mama-Blog erfährst du, was mich bewegt und beschäftigt.

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