35. SSW (Schwangerschaftswoche): Dein Baby, dein Körper, Beschwerden und mehr

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35. SSW (Schwangerschaftswoche)
© Eraxion / Bigstock.com

1. Dein Körper in der 35. SSW

In der 35. SSW hast du vielleicht schon das Gefühl, dass du beinahe aus allen Nähten platzt. Das liegt vor allem an deinem Uterus, der direkt auf den Rippenbogen drückt. Natürlich hat sich auch dein Gewicht um durchschnittlich 11 bis 14 kg erhöht. Dabei wiegt allein deine Gebärmutter ungefähr 1.500 g. Dazu kommen das Fruchtwasser, dein Baby und selbstverständlich auch eigene Fettreserven, die der Körper jetzt gut gebrauchen kann. Außerdem ist dein Blutvolumen eineinhalbmal so groß wie vor der Schwangerschaft, da es jetzt ein Maximum von 5,5 Litern erreicht hat.

2. Dein Baby in der 35. Schwangerschaftswoche

Dein Baby ist bereits stattliche 46 cm groß und 2.400 g schwer. Es sollte bereits die endgültige Geburtsposition eingenommen haben, da eine Drehung in der 35. SSW nur noch schwer möglich ist. Wenn alles glatt läuft, liegt es daher nun in Längslage und kann sich ideal auf eine natürliche Geburt einstellen. Bei 3 bis 5 Prozent aller Fälle liegt das Baby jedoch in Beckenend- oder Steißlage, wodurch der Po unten und der Kopf oben sind. Eine natürliche Geburt ist zwar nicht unmöglich, jedoch riskanter, weshalb es in diesen Fällen vermehrt zu einem Kaiserschnitt kommt. Anders ist es bei der selten auftretenden Querlage, da ein Kaiserschnitt in dieser Position unbedingt erforderlich ist.

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3. Beschwerden und Symptome in der 35. SSW

Die stärksten Beschwerden betreffen ab sofort die unterschiedlichen Wehen, die dich jederzeit überraschen können. Es ist jedoch wichtig, diese unterscheiden zu können, da es sowohl Übungswehen, Senkwehen als auch echte Geburtswehen sein können. Erstere sind eher wenig schmerzhaft, dauern nur kurz an und sind überaus unregelmäßig. Senkwehen sind zwar auch unregelmäßig, können jedoch zu einem Ziehen im Rücken, Schambein- und Beckenbereich führen. Die sogenannten Eröffnungswehem folgen einer gewissen Regelmäßigkeit und beginnen mit längeren Abständen (10 bis 15 Minuten) und halten für ungefähr 30 bis 60 Sekunden an. Die Schmerzen werden stärker, die Dauer nimmt zu und die Abstände werden kürzer. Das Aufsuchen eines Arztes ist daher ratsam, damit dieser überprüfen kann, ob sich der Muttermund bereits öffnet.

4. Frühgeburt in der 35. Schwangerschaftswoche

Kommt es in der 35. SSW zur Geburt, handelt es sich zwar um eine Frühgeburt, jedoch wird dein Baby als spätes Frühchen bezeichnet. Die Chancen auf ein normales, gesundes Leben sind exzellent, da die meisten Babys in dieser Woche bereits selbstständig atmen können und ein eigenes Immunsystem entwickelt haben. Die einzigen Unterschiede zu normal geborenen Babys findet man meist nur im geringeren Gewicht und der etwas kleineren Größe. Ansonsten sind späte Frühchen überaus fit, weshalb Ärzte eine Frühgeburt in der 35. SSW kaum mehr verhindern.

5. Das ist jetzt wichtig

Du sollest Stress jetzt meiden, um keine vorzeitigen Wehen auszulösen. Pausen und Entspannung sind jetzt genauso wichtig, wie das Vermeiden von Tragen und Heben schwerer Lasten.

6. Das kannst du jetzt gut gebrauchen

Die Eisenreserven deines Babys werden in den letzten Monaten vor der Geburt angelegt. Daher solltest du auch jetzt noch auf eine ausreichend eisenhaltige Ernährung achten, um deinem Baby genug Eisen zuzuführen.

7. Meine 35. SSW (16.10.2016-22.10.2016)

3D-Ultraschallbild aus dem Klinikum
3D-Ultraschallbild aus dem Klinikum
In dieser Woche hatten wir unseren Vorstellungstermin in der Klink, in der ich entbinden werde. Ich war irgendwie schon ein bisschen aufgeregt und gespannt, ob die Ärzte auch so zufrieden mit dem Baby sein würden, wie meine Frauenärztin. Im Klinikum durfte ich zunächst einige Zettel unterschreiben und es wurden schon Aufkleber für den Tag der Aufnahme ausgedruckt und eine Akte angelegt. Dann wurde noch ein Ultraschall gemacht, bei dem zum Glück alles gut aussah. Das Baby wurde auf 2.800 g geschätzt, was für diese Woche wohl total in Ordnung sei. Am Ende wurde ich noch runter zu den Anästhesisten geschickt und wurde dort schon mal über eine PDA aufgeklärt.

Ich hatte ja ein bisschen Sorge, dass man wegen meines versteiften Rückens von vorne herein zu einem Kaiserschnitt raten würde. Das war zum Glück nicht der Fall und alle meinten, dass das wahrscheinlich kein Problem sein wird, selbst die PDA ist machbar, da meine Wirbelsäule weiter oben steif ist. Über diese Nachricht war ich sehr beruhigt und freue mich nun darauf, dass eine spontane Entbindung zumindest im Rahmen des möglichen liegt 🙂

Ansonsten geht es mir diese Woche nicht viel anders als die zuvor. Meine Hüfte tut weh, wenn ich mich zuviel bewege (und manchmal auch einfach so) und das Sodbrennen abends ist ohne eine Tablette kaum auszuhalten. Der Bauch wird jetzt langsam wirklich groß und spannt vor allem abends recht unangenehm. Das Öl gegen Schwangerschaftsstreifen hilft dabei dieses Gefühl etwas zu verringern und bis jetzt ist auch noch kein Streifen in Sicht. Allerdings kommen diese ja auch manchmal erst ganz zum Ende.

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